Montag, 18. April 2011

Sapa - Stadt in den Wolken

So, da sind wir wieder und warten gerade in Ninh Binh auf unseren Nachtzug. Inzwischen haben wir einiges gesehen - und hatten dabei unheimliches Glueck mit dem Wetter! Aber der Reihe nach: Wir sind also mit dem Nachtzug bei gefuehlten 5 Grad (dank AC) in die Berge an der chinesischen Grenze gefahren. Dort liegt ein nettes Staedtchen mit den ueblichen vietnamesisch kolonial gepraegten netten Haeuschen und im Tal darunter breiten sich die Reisfelder an unendlich vielen Terassen aus. Ersteres sahen wir schon bei der Ankunft, aber im "Zimmer mit View" sah man nur graue Nebelschleier. Denn hier auf etwa 1800m Seehoehe bildet der hoechste Berg Vietnams (Fansipan oder so aehnlich, 3100m) eine Wetterscheide und staut die Wolken genau an der Stadt. Die ziehen dann so schnell durch die engen Gassen, dass man nicht einmal mehr das Haus gegenueber sieht. Nach einem Erhohlungsschlaefchen gingen wir zu Fuss die Gegend erkunden, die Nebel lichteten sich zeitweise und wir sahen, dass (wie schon angekuendigt), die saftigen Reisterassen derzeit nur mit Wasser geflutet oder Unkraut bewachsen sind. Aussaat ist erst im Mai und Ernte Juli/August. Sieht trotzdem beeindruckend aus. Die Erde ist hier so lehmartig, dass sie das Wasser lange haelt und die Waelle werden von Zeit zu Zeit geoeffnet, um Wasser einlaufen zu lassen. Danach wollten wir noch zu einem nahen Pass fahren und mieteten zwei xe om (Motorradtaxis) und los ging die abenteurliche Fahrt. Agnes war das nicht so geheuer. War dann aber doch ganz schoen und interessant. Am naechsten Tag hatten wir dann tatsaechlich Sonnenschein und gingen etwas Wandern - diesmal mit junger Fuehrerin. Das ersparte einem nicht die anhaenglichen Verkaeuferinnen der lokalen Minderheiten, die einfach mal ein paar Kilometer mitlaufen, fragen woher man kommt und dir dann irgendwas Gestricktes andrehen wollen. Taschen die es genau so in Thailand aber auch Peru gibt?! Im rutschigen Terrain des Bambuswaldes nach koestlicher Suppe zu Mittag, haben wir sie dann angehaengt. Die Landschaft war zwar nicht wie im Prospekt, aber die sollten wir spaeter noch zu sehen bekommen. Aja, und entspannende Fussmassage fuer Agnes und Ruecken-Schulter Massage fuer mich, gabs nach so einer Anstrengung natuerlich auch noch! Insgesamt also ein schoenes Erlebnis, und weiter gehts 90km suedlich von Hanoi nach Ninh Binh, die sogenannte "trockene Halong Bucht".

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