So, als hätte Peru eh nicht schon genug geboten, soll es hier laut Reiseführer auch noch ein Galapagos für Arme geben. Die Armen leben einmal an der Küste, denn Pisco, wo wir Richtung Hafen durchfahren, ist ein grausliges Dreckskaff. Eigentlich kann man gar nicht "Fahren" sagen, denn auf halbem Weg geht dem Taxi der Sprit aus. Also schieben wir. Vorbei an einer Tankstelle? Naja, wo will er denn hin. Nach 15min haben wirs dann zur nächsten Tanke geschafft und siehe da, er tankt Gas!!! Ganz schön vortschrittlich. Die Tankanzeige bleibt deswegen trotzdem auf Null, was den Fahrer nicht daran hindert, mit geschätzten Hundert zum Hafen zu brausen - geschätzt deshalb, weil auch die Geschwindigkeitsanzeige nur sehr sporadisch funktioniert.
Hier an der Küste ist es zum erstan mal übrigens bewölkt - und auch kühl. Passt, dass ich meine Jacke vergessen hab, aber das Boot wird doch eh so ein Schinackl sein. Denkste, ein echtes Speedboot ohne Kabine. Mit 2 h Verspätung gehts los, in der Bucht an Delphinen vorbei und dann raus zu einer kleinen Felsinselgruppe. Da sehen wir tausende Seevögel verschiedenster Art, welche dort das geldbringende Düngemittel Guano produzieren, welches bei näherer Betrachtung saumässig stinkt, bzw. wie in meinem Fall auch Flecken auf Haar und Pulli hinterlässt (wenns frisch ist!). Dazwischen tummels sich noch Seelöwen und Humboltpinguine. Nach einstündiger Erkundung gehts wieder Richtung Festland, begleitet von Schwärmen tieffliegender Wasservögel.
Und weiter gehts zu unserer letzten Peru Station - Lima. Endloses Staustehen, dann Hostel Suche und Abendessen. Am nächsten Tag kommt unsere Ablöse, Freunde von Katharina und Johannes, die mit ihnen die nächsten 2 Wochen unterwegs sein werden. Gemeinsam bummeln wir noch durch Strassen und Märkte im touristischen Stadtteil Miraflores und teilweise weint der Himmel mit uns über das Ende unserer langen Reise. Eigentlich ists aber nur Sprühnebel - richtigen Regen haben wir seit 98 Tagen nicht mehr erlebt!!!! Nachdem wir die letzten Nuevo Soles an den Mann gebracht haben, heißt es Abschied nehmen und die 43 stündige Rückreise anzutreten. Mit dem schönen Ziel - Toskana, Italy (mit 35 Grad C).
1 Kommentar:
Liebe Agnes, lieber Andreas!
Schoen wars, dass wir Euch in Uyuni getroffen und kennengelernt haben. Es war eine sehr sehr gemuetliche und lustige Abwechslung einen Teil Eures/unseres Weltreiseweges miteinander zu gehen, zu frieren, zu thermen, zu schauen, zu fotografieren, Bus-, Boot-, TucTuc- oder Sandboard zu fahren, Meerschweinchen oder Ceviche zu essen, zu staunen, zu erfahren ...
Alles, alle Liebe und hoffentlich auf bald auch einmal in der Heimat
johannes und katharina
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