Dienstag, 7. Juli 2009

Titicaca See

Von Cuzco ging es am naechsten Tag nach Puno. Die Busfahrt sollte ca. 6h dauern und der Bus schlich langsam ueber die Berge und wurde immer langsamer. In Juliaca, 40km vor dem Ziel brach er dann zusammen und wir mussten in einem Kollektiv Taxi weiterfahren. Aber wie so oft hat auch alles Negative eine positive Seite. Dadurch lernten wir einen Spanier und zwei Ami Girls kennen, wir suchten dann in Puno gemeinsam eine Unterkunft, wobei der Spanier sehr praktisch war.... die Amis hatten die gleichen Plaene bezueglich Titicaca See wie wir und wir buchten noch gemeinsam fuer den nachsten Tag einen 2taegigen Trip.
Dieser ging ziemlich frue los. und um halb 9 erreichte unsere 10er Gruppe schon mit unserem Wackelboot das erste Highlight, die schwimmende Inseln. Selbige sind, wie auf den Fotos erkennbar, aus einem speziellen Schilfgras gefertigt und mit Ankern halbwegs befestigt. Sehr praktisch an diesem System, wenn man den Nachbar nicht mehr mag, oder mit seiner Familie streitet, kann man entweder wo anders hintreiben, oder einfach die Insel entzwei schneiden. Die floating Islands sind noch dauernd bewohnt und teilweise gewaltig kommerzialisiert. So werden einem natuerlich auch gleich selbstgefertigte Staubfaenger zu ueberteuerten Preisen angeboten, waehrend man Einblick in eine einfache Huette gewaehrt bekommt. So haben auch wir eine derartige Handwerkskunst erstanden und muessen noch entscheiden, wer dieses wertvolle Stueck geschenkt bekommt!
Dann gings weiter nach Amantani, einer fest verankerten Insel, wo wir auch uebernachten wuerden. Kaum angekommen wird man auf die Gastfamilien aufgeteilt und laeft dann einmal einer traditionell gekleideten Frau hinterher, bis man am Bestimmungsort ankommt. Unsere Unterkunft war da sehr professionell und sichtlich auch auf mehr Gaeste ausgerichtet. Noch ein weiterer war da, Briska aus der Schweiz. Endlich wieder einmal deutsch reden! Verpflegung war super gut, zum Sonnenuntergang gings dann noch den Berg rauf, welcher zwar nur knapp 300Hoehenmeter ueber dem See lag, was aber insgesamt dann 4100 Meter ueber d.M. sind - da schnauft man dann ganz schoen. Nachdems dann auch schnell kalt wird ginbgs rasch wieder runter und zum Abendessen. Auch wieder koestlich. Danach bluehte uns der Tirolerabend auf peruanisch - Tanz im traditionellen Gewand. Natuerlich straeubten wir uns anfangs dagegen, aber es stellte sich dann doch als sehr lustig heraus, und vor allem dieEinheimischen hatten den groessten Spass - na wenn"d kan Fernsehr hast, sind tanzende Touris sicher der Hit!
Ach ja, vorher "mussten" wir auch noch mit unserer extra "kultur-Tour", welche sich aber auch sichtlich um die Einheimischen kuemmert, in deren gestifteter Bilblithek mit den Kindern eine Lesestunde abhalten und Theater spielen! War aber auch ganz harmlos.
So, nach dem Tanz gings heim ins kalte Bett, morgens senationelle Aussicht ueber den See vom Zimmer aus und wieder aufs Bot zur naechsten Insel. Da gabs einen netten Spaziergang und frisch gefangene Forelle zum Essen - koestlich. Und schon war die Zeit wieder um und wir kehrten aufs Festland zurueck, wo wir uns vor der Reise nach Bolivien noch einmal der Hygiene widmeten, wobei mir selbige Haarwaschaktion dann wohl in weiterer Folge eine Nebenhoehleneiterung einbrachte...

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