Samstag, 25. April 2009

Varanasi

Andreas hat ja schon recht ausfuehrlich von denVerbrennungen erzaehlt, aber das war nicht alles was wir in Varanasi erlebten. Im Zug lernten wir einen netten Schotten kennen, der sich dann auch das gleiche Hotel nahm wie wir. Das Hotel war recht nett und hatte einen tollen Balkon mit Ausblick auf den Ganges. Da wir von der Fahrt recht k.o. waren machten wir erst mal Siesta und dann gings in die German Bakery. Dort gab es, und das mag vielleicht etwas dekadent klingen, Laugenstangerln, Kaesespaetzle, Zuericher Geschnetzeltes oder auch Apple Strudel. Da wir unsere Maegen in letzter Zeit doch etwas strapaziert hatten, fanden wir das eine willkommene Abwechslung. Daher verputzte ich erst mal ne (maessig aufregende) Pizza und Agnes Mozarella-Kartoeffelchen. War auch sehr gut!!!! Dann gings wieder ins Hotel mit Umweg ueber das von Andreas bereits beschriebene Verbrennungs Gath. Dort verabredeten wir noch mit Dominic und zwei Franzoesinnen einen Boottrip am naechsten Morgen (sehr fruehen Morgen, 5.00)
Fiel uns gar nicht so schwer, weil ab 5 in der fueh gehts auf den Strassen schon ziemlich ab, die Affen streiten, die Kuehe muhn, die Ziegen machen ihren Laerm den sie halt so machen und die Menschen singen, rufen, beten.... also Bootstrip: war wirklich wunderschoen, Sonnenaufgang, ruhiges spiegelglattes Wasser und eine sanfte Brise, die man fast schon als frisch bezeichen koennte. Vom Boot aus konnte man tausende Fotos machen, weil die Stadt unglaublich viele bunte, interessante Motive hergab. Um diese Zeit stroemen die Inder zu den Gaths um sich zu waschen. Der Ganges ist ja ziemlich verschmutzt und man koennte meinen, dass der Fluss eine ziemlich stinkende Bruehe sei, aber interessanterweise stinkt der ueberhaupt nicht - gar kein bisschen - und das bei dem ganzen Dreck der reinkommt.
Nach unserem Bootstrip gingen wir fruestuecken und anschliessend flanierten wir noch durch die Stadt. Varanasi hat eine sehr grosse Altstadt mit sehr schmalen Gassen in der keine Tuktuks und Autos erlaubt sind, nur Mopeds (das ist auch recht zweckdienlich, da erstere zwei gar nicht durchpassen. Wenn da schon eine Kuh in der Gasse den Muell sortiert und wenigstens als einzig brauchbare Entsorgungsmaschine dient, kommt man als schmaler Inder schon nur noch so grad und grad vorbei). Dadurch besteht ausnahmsweise mal nicht die Gefahr im Verkehr ueberfahren zu werden, sondern nur das man sich an den heissen Auspuffen verbrennt. Mit den anderen Travellern war es so nett u. lustig, dass wir uns auch fuer den Abend zum Essen verabredeten. Allerdings brauchten wir recht lange hin, weil wir uns in der Altstadt so verliefen, dass wir einen kleinen Bub zu Hilfe holen mussten, damit er uns ans Flussufer fuehren wuerde. Dazu muss man sagen, dass es schon dunkel und gerade Stromausfall war - also sah man rein gar nichts!!! Zum Abendessen waren wir uebrigens wieder in der German Bakery und ich ass mit den Franzoesinnen zusammen ein Kaesefondue...yammie!!!!
Am naechsten Tag machten wir einen wieder sehr zeitigen Morgenspaziergang, gingen durch die Stadt und genossen das Flair und am Abend ging es dann schon mit dem Nachtzug Richtung Jaipur - 17h + 2h Verspaetung. Aber mit AC und richtig gemuetlichen Liegen, also echt chillig.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Da müssen wir a amal hin. Übrigens auch super Photos!
G K&L

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