Die Wueste darf man sich nicht wie Sahara vorstellen, es gibt sogar einige gruene Baeume und Straeucher und auch kleinere Sandduehnen. Viele suesse kleine Antilopen sprangen durch die Gegend und wir sahen auch ein Chamaelion und Fuechse. In einer Art Schutzhuette machten wir Mittagspause. Einer der Buben verschwand und kam nicht wieder. Aber ein aelterer Herr kam ploetzlich daher, ganz nach meiner Vorstellung eines Kameltreibers und gesellte sich zu uns. Ueber personellen Wechsel wird man ja hier in Indien prinzipiell nicht informiert. Angefangen von Rikschafahrern ueber Hotelpersonal wechseln hier die Leute standig. So auch hier bei der Safari: der aeltere Herr war der Grossvater des Buben. Weil der Bua zu einer Hochzeit gehen wollte, wechselten sie sich also ab. Aber das erfuhren wir auch nur auf Nachfrage :-) . Zurueck zur Mittagspause. Es sollte wohl irgendwas Warmes geben, aber keiner hatte ein Feuerzeug dabei (Und ich hab mir noch gedacht, "Jetzt sehen wir einmal, wie die hier im Sand ueberleben). Deshalb versuchten wir selbst Feuer zu machen. Andreas hatte eine Linse dabei. Fragt mich nicht wieso (Dank Paul, die is auf der Uhr drauf, die er mir geschenkt hat). Aber es klappte eh nicht. Es rauchte stark aber brannte nicht. Deshalb gab es Gurken, Tomaten und Zwiebel - Roh. Der zweite Bub, der hier der Koch war, ging dann waehrend wir Siesta machten den Weg zurueck ins Dorf um ein Feuerzeug zu holen . Waren so circa 2km und die altbekannten 45 Grad um 12uhr. Als er wieder kam gab es Tee und dann gings weiter durch die Wueste. Wir kamen durch ein kleines Dorf wo alle kleinen Kinder uns nachrannten weil sie unsere Wasserflaschen haben wollten (die leeren). Die freuen sich dann total wenn sie welche bekommen, weil sie das als Milchflasche oder sonstiges verwenden koennen. Bei einer relativ grossen Duene schlugen wir dann unser Lager auf. Die Kamele bekammen ihr Futter und es stellte sich herraus, dass es sich bei Mandy und Jaquline um Machu und Bobo handelte, zwei schneidige Kameljungs. Die Sonne ging gerade unter und der Vollmond ging auf. Unser kleiner Koch machte Feuer und Essen und wir quatschten mit unserem Guide (der einzige von den drein, der Englisch konnte).
Ploetzlich wie aus dem Nichts standen zwei kleine Kinder etwas abseits von uns. Ganz ruhig, mit weit aufgerissenen Augen standen sie sicher eine halbe Stunde einfach nur da und schauten. Die beiden mussten gut einen Kilometer weit von ihrer Huette hergelaufen sein, als sie sahen das sich da mal in ihrer Gegend was tut.
Im Reisefuehrer stand, es sei total toll in der Wueste zu uebernachten, dann koenne man am Abend am Lagerfeuer den Liedern der Kameltreiber lauschen. Tja soviel zu unserer Musikalischen Untermalung: Die Zeiten der Handys und MP3 Player haben auch in Indien Einzug gefunden. Deshalb wurde von Zeit zur Zeit irgendein Krachendes Lied aus dem Handy auf voller Lautstaerke zum Besten gegeben, wo dann alle drei begeistert mitsangen.
Nach dem Essen (frisch gemachtes Naan, Kartoffel in scharfer Sauce mitReis, alles garniert mit einer Brise Sand) legten wir uns schlafen. Die Nacht war angenehm warm, leichte Windbrisen liesen uns am naechsten Tag dezent paniert aufwachen. Ich hatte nicht sonderlich gut geschlafen, aber es war wirklich wunderschoen den Vollmond ueber mir anzusehen. Nach dem Fruehstueck ging es wieder weiter. In einem kleinen Dorf gab es bei der Familie des Grossvaters noch einen Chai, ehe es dann die letzten km zu dem Rattentempel ging, wo unsere Tour enden sollte.
Schlafplatz: Ueberall Sand, aber keine grossen Duehnen
Beim Brotbacken
Die Truppe - Guide fotographiert
Keine Aehnlichkeiten erkennbar!! (wer sowas bahauptet ist betrunken und bekommt keine Postkarte!)
Kamelireiten - ganz schoen hoch!
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