Samstag, 2. Mai 2009

Pushkar





Von Bundi aus ging es wieder Richtung Nord/West nach Pushkar. Das ist ein kleiner 14.000 Seelen Wallfahrtsort. Im November findet hier immer ein grosses Kamesfestival statt. Jetzt wirkte der Ort fast ein bisschen ausgestorben. In dem Hotel, in dem wie logierten, waren wir die einzigen Gaeste!!! Aber dazu muss man sagen, dass es in Pushka fast mehr Hotels als Einwohner gibt(wegen Kamelfestival u. Wallfahrten). Der Ort selbst gefiel mir besonders gut, nicht zuletzt wegen des breiten Angebost an brauchbaren Bazaaren. Rein vom Kulturellen her gibts in Pushkar hauptsaechlich Tempel, von denen aber nur 3 wirklich sehenswert sind. Der Ort, der einen eher vom austrocknen gefaehrdeten See umkreist, verfuegt auch ueber einige Badegaths, welche aber, ob des fast ausgetrockneten Sees nicht wirklich zur Geltung kommen. Trotz dieser kleinen Maengel fand ich es eine total nette Stadt, wieder viele huebsche kleine blaue Hauser und freundliche Menschen.
Waehrend unseres Stadtrundganges kamen wir auf einen Super Snack, empfolen von dem freundlichen (weil ich dort Grosseinkauf machte???) Armreifenverkaeufers: der Super Snack, welcher auch einen Namen hat, den ich jetzt nicht mehr weiss, besteht aus Kichererbsen, Zwiebel und irgend ein sehr scharfer Puffreis mariniert mit Limone. Klingt sicher recht ungewohnlich, ist auch ungewoenlich, schmeckt aber total gut. Die Tatsache, dass der Strassenverkaeufer das ganze mit blossen Haenden mixt und in ein Schaelchen gibt muss man einfach ignorieren, verdraengen...und irgendwann 6 Stunden spaeter wird man eh wieder daran erinnert :-)
Da ich gerade vom Essen spreche, das ist hier ja so eine Sache, ich wuerde sagen es spaltet die Geister bzw. ich finds gut und Andreas, ja der freut sich schon auf einen Burger in Australien. Prinzipiell laeuft das bei uns so: wir fruehstuecken eher ausgiebig. Meist ein Mango Lassi, es gibt aber auch ganz feine mit Safran u. Cardamon gewuerzt und Pistazien garniert - aber leider nicht ueberall. Dazu ein Bananen-Schokoladen Crepe, Lemon-Mint Soda (Rein von der Optik aehnelt das den meisten Tuempeln hier), Chai Tee und Kaese Toast. Dann trinken wir den Tag ueber hunderttausend Liter Wasser und ab und zu CocaCola. Wenn wir mal eine kalte Cola finden, dann muss die ganz schnell getrunken werden, weil sobald sie etwas waermer wird schmeckt sie irgendwie komisch. Fuer die Busfahrten kaufen wir uns immer Chips. Das ist eigentlich das einzig abgepackte Convenience Food, was man hier so bekommt. Doch hier muss man sehr aufpassen, dass man nicht aus versehen Chips mit Mint-Geschmack erwischt. Das ist ein Geschmackserlebniss gleichzusetzen mit Chips & Zahnpasta. Ist warscheinlich noch von den Englischen Einfluessen von annodazumal.... Egal, am Abend jedenfalls, da gibts dann was gscheits - in meinen Augen halt. Bis jetzt hatten wir nicht das Gefuehl viel zu versaeumen, wenn man beim Vegetarischen bleibt. Kein Wunder wenn man sich den ganzen Zoo in der Stadt so anschaut. Es gibt hier Kaese der wie ein Fleischersatz fuer alles moegliche verwendet wird. Wie eine Mischung aus Morzarella u. Hallumni. Das ist das Beste hier. Den gibts gegrillt, in Currys, im Spinatgemuese mit Kartoffeln u. so weiter. Dazu frisches Naan oder Reis. Hier gibts auch Westliche Gerichte, sehr viel Italienisches wie Pizza u. Pasta. oder Pommes.
In Pushkar waren wir in einem Lokal, in dem die Gastgeberin - sichtlich gelangweilt von der Tourismus-Nebensaison - uns das ganze Essen hinweg unterhalten hat. Ich fand das mal ganz erfrischend mit einer Indischen Frau zu sprechen. Ich glaub das war auch die erste (abgesehen von der Frau am Ticketschalter, aber mit der haben wir ja nicht so tiefsinnige Gespreache gehabt). Diese Frau erzahlte jedenfalls von Gott u. der Welt bzw. von Shiva u. der Welt und dann bekamen wir auch noch Hennabemalungen, weil das macht sie so gerne. Das war wirklich ein netter Abend und jetzt muss ich staendig meine angemalte Hand, welche mir longlive bringt anstarren, weil das so fremd auf mir wirkt. Andreas hat auch eine Bemahlung bekommen, aber keine Bluemchen, wie ich, sonder etwas maskulineres. Er wollte keine Bluemchen. Somit sind wir dann, wohlgenaehrt weiter nach Jodhpur.


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